Grafing und seine Geschichte

Kelten, Römer und Bajuwaren

Bronze- und Eisenzeit

Die Bronzezeit begann mit dem 2. Jahrtausend v. Chr. in Vorderasien und etwas später, zwischen 1800 und 1550 v. Chr. in Mittel- und Nordeuropa. Die Bronze war in dieser Epoche das wichtigste Material für Arbeitsgeräte, Waffen und Schmuck.

Etwa um 800 v. Chr. gelangte die Technik, wie man Eisenerz verhütten und verarbeiten kann, nach Europa: der Beginn der Eisenzeit! Werkzeuge und Waffen wurden nun aus diesem neuen Material hergestellt. Aber auch Bronze wurde noch lange Zeit verwendet, vor allem für die Schmuckherstellung.

Die Menschen intensivierten während dieser rund 2000 Jahre den Landbau und entwickelten verschiedene Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Metall. Typische Berufe wie Bergmann, Schmied und Metallgießer etablierten sich, und es entstand ein reger Handel mit dem begehrten Rohmetall sowie fertigen Produkten aus Metall, aber auch mit Pelzen und Salz.

Die Menschen wurden sesshaft und lebten in dörflichen Siedlungen, die sie gegen Feinde befestigten. Aus der Bronzezeit stammen beipielsweise die Pfahlbausiedlungen an Seeufern im Alpenvorland.

Im Grafinger Raum bestand in der frühen Bronzezeit, ca. 1700/1600 v. Chr., eine Siedlung auf dem Schloßberg südlich von Unterelkofen.

Während dieser Epoche, von ca. 1200 v. Chr. bis zur Zeitenwende, siedelten die Kelten in weiten Teilen Europas und Kleinasiens. Bayern gehörte zum Kerngebiet dieses Volksstammes.

Was ist eigentlich Bronze?

Das erste Metall, das die Menschen entdeckten, war Kupfer. Es entsteht, wenn man Malachit, ein grünliches Gestein, erhitzt, schmilzt und wieder erkalten läßt.
Für die Herstellung von Werkzeug ist Kupfer jedoch zu weich, daher suchte man nach Verfahren, wie man dieses Metall härter machen kann.
Schließlich fand man heraus, dass eine Legierung aus neun Teilen Kupfer und einem Teil Zinn das härteste und schärfste bis dahin bekannte Metall ergab: die Bronze.